Die Union hat einen neuen Vorstoß für einen Mindestlohn angekündigt. Die Lohnuntergrenze soll danach nur für Beschäftigte ohne Tarifvertrag gelten, zudem sind Unterschiede zwischen Branchen und Regionen möglich.
Dieser Flickenteppich ist inkonsequent und ermöglicht weiterhin, dass Arbeitnehmer in Deutschland mit Hungerlöhnen abgespeist werden. Das Problem, dass es Menschen gibt die Vollzeit arbeiten und davon nicht leben können, wird so nicht gelöst.
»Wir setzen uns für einen einheitlichen, bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn ein. Nur so ist sichergestellt, dass alle die Vollzeit arbeiten von ihrer Arbeit auch leben können. Arbeit ist für uns nicht nur eine handelbare Ware, sondern immer auch die persönliche Leistung eines Menschen. Es ist daher ein Gebot des Respekts und der Menschenwürde, dass diese Leistung entsprechend finanziell gewürdigt wird.«, kommentiert Paul Meyer-Dunker, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Piraten.
Die Bundesratsinitiative für einen flächendeckenden und gesetzlichen Mindestlohn von 8,50€ pro Stunde ist im Gegensatz zum Vorschlag der Union konsequent. Hier wird eine bundesweite Lohnuntergrenze festgesetzt, die vielen Arbeitnehmer*innen faire Löhne ermöglicht, und ihnen wirklich hilft. Aus diesem Grund unterstützen wir das Anliegen des Bundesrats.