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Junge PIRATEN

Kein Glück mit der Zensur

Politik, Pressemitteilungen, Überwachung, Zensur – Montag, der 11. April 2011

Die Jun­gen Pira­ten ver­ur­tei­len den Ver­such der Ein­füh­rung von Netz­sper­ren über einen neuen Glücks­spiel­staats­ver­trag der Län­der. Aus dem Ver­trags­text, der den Jun­gen Pira­ten vor­liegt, geht her­vor, dass die Län­der selbst die Kom­pe­tenz zur Sper­rung von Web­sei­ten bekom­men sol­len und das Fern­mel­de­ge­heim­nis ein­ge­schränkt wird.

Zwei Jahre hat es gedau­ert, dass die Poli­tik sich der Kri­tik an den gefähr­li­chen und völ­lig unge­eig­ne­ten Netz­sper­ren gegen Kin­der­por­no­gra­phie gebeugt hat, nur, um sie über den Umweg der Glücks­spiele sofort wie­der ein­zu­füh­ren. „Der Ver­trags­ent­wurf zeigt, dass die Minis­ter­prä­si­den­ten nichts aus der Zensursula-Pleite gelernt haben – am aller­we­nigs­ten, die Bür­ger ernst zu neh­men. Anschei­nend will man die Öffent­lich­keit gezielt in die Irre füh­ren und die Netz­sper­ren heim­lich ver­ab­schie­den. Aber wir las­sen uns nicht für dumm ver­kau­fen“, kom­men­tiert Julia Reda, Vor­sit­zende der Jun­gen Pira­ten, den nun öffent­lich gewor­de­nen Ent­wurf des Glücks­spiel­staats­ver­trags.

Nicht genug, dass der Ver­trag den wei­te­ren Raub­bau an Grund­rech­ten vor­sieht und einen gefähr­li­chen Schritt zu staat­li­cher Zen­sur des Inter­nets bedeu­tet, er wird auch noch unter Aus­schluss der Öffent­lich­keit in Hin­ter­zim­mern aus­ge­han­delt. Wenig ver­wun­der­lich, da die öffent­li­che Mei­nung zu Inter­net­sper­ren den Lan­des­re­gie­run­gen hin­läng­lich bekannt sein dürfte, wurde doch der jüngste Stopp des Zensursula-Gesetzes von fast allen Sei­ten als über­fäl­lig begrüßt.

Die JuPis for­dern die trans­pa­rente Ver­hand­lung des Glücks­spiel­staats­ver­trags unter Ein­be­zie­hung der Zivil­ge­sell­schaft, keine Grund­recht­s­ein­schrän­kun­gen und ein sofor­ti­ges Ende der Ver­su­che, über Netz­sper­ren eine Zen­surin­fra­struk­tur zu etablieren.

Der gele­akte Ver­trags­text zum Down­load.


Ver­ant­wort­lich für das Erstel­len der Pres­se­mit­tei­lung: Bun­des­pres­se­stelle der Jun­gen Pira­ten
Ver­ant­wort­lich für den Ver­sand der Pres­se­mit­tei­lung: Bun­des­pres­se­stelle der Jun­gen Piraten


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