Junge Piraten bedauern Ablauf der diesjährigen Deutschen Islamkonferenz
Trägt man mit der Aussage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, zum friedlichen Miteinander der Kulturen und Religionen in diesem Land bei? Der Fraktionschef der Unionsfraktionen, Volker Kauder, äußerte sich so jedenfalls pünktlich vor dem diesjährigen Plenum des Dialogforums Deutsche Islamkonferenz.
Für die Jungen Piraten ist diese Aussage nicht nachvollziehbar: »Anstatt im Vorfeld eines Dialogforums einen so völlig kontraproduktiven Beitrag zu verfassen, der zu den Zielen der Deutschen Islamkonferenz nichts beiträgt, sollte Herr Kauder sich Gedanken darüber machen, wie wir der Normalität in Vielfalt näher kommen könnten. Seine Aussage ›der Islam gehört nicht zu Deutschland‹ widerspricht der Lebensrealität vieler Menschen, trägt nichts zum interkulturellen Dialog bei und ist deswegen hoffentlich nicht mehr als ein bedauerlicher Querschläger aus der Union, dem es scharf zu widersprechen gilt«, so Paul Meyer-Dunker, Stellvertretender Vorsitzender der Jungen Piraten, der die Jugendorganisation bei der Jungen Islamkonferenz vertritt.
Die Jungen Piraten kritisieren auch die im Rahmen der Islamkonferenz stattgefundene Fokussierung auf den Salafismus: Nicht einmal 4000 der über 4 Millionen in Deutschland lebenden Muslime sind Salafisten. In einer Debatte, in der die Salafisten in den Mittelpunkt des Diskurses gerückt werden, wird nicht über die eigentlichen Probleme von Muslimen in Deutschland gesprochen. So gibt man den in Deutschland lebenden Muslimen nicht das Gefühl, ernst genommen zu werden und an einem Dialog auf Augenhöhe beteiligt zu sein. Anstatt sich damit auseinanderzusetzen, was wir als Gesellschaft unternehmen können, damit sich Muslime in Deutschland nicht mehr ausgeschlossen fühlen, werden diese aufgefordert, zu ›ihren Salafisten‹ Stellung zu nehmen.
Dieser Eindruck wird dadurch bestätigt, dass über häusliche Gewalt und Zwangsheirat in so großem Maße geredet wird, dass sie die in der Wahrnehmung größten beiden Tagesordnungspunkte der Plenumssitzung sind und hierzu eine distanzierende Stellungnahme der gesamten Islamkonferenz für nötig erachtet wird. Themen wie die Probleme von Muslimen auf dem Arbeitsmarkt gehen demgegenüber völlig unter. Dass gerade viele junge Muslime heute mit ganz anderen Problemen zu kämpfen haben, bleibt hier völlig außen vor. Das liegt leider auch daran, dass die Deutsche Islamkonferenz keine Mitglieder aus der jüngeren Generation in ihren Reihen hat, was wir sehr bedauerlich finden.
Dass es auch anders geht, hat die Junge Islamkonferenz gezeigt. In diesem Forum fanden sich Vertreter verschiedener muslimischer und nichtmuslimischer Gruppen, die in ihrem Empfehlungskatalog Ideen zur Entwicklung von interkulturellen Initiativen entwickelt haben. Es ist bedauerlich, dass diese Vertreter neben der Übergabe ihrer Empfehlungen lediglich ein »Beiwohnrecht« ohne Rede– oder Stimmrecht hatten, da die Möglichkeit verpasst wurde, der Deutschen Islamkonferenz eine jugendliche Stimme zu geben. Dies offenbart auch, wie es um die Beteiligung von Jugendlichen am gesellschaftlichen Dialog allgemein bestellt ist.
Paul Meyer-Dunker fasst für die Jungen Piraten zusammen:
»Wir wünschen uns, dass die Islamkonferenz es schafft, davon weg zu kommen, andauernd über Fragen zu diskutieren, die die Muslime in Deutschland problematisieren. Es wird Zeit, mehr die Frage in den Mittelpunkt zu rücken, was die Gesellschaft eigentlich leisten muss, damit unsere gelebte Vielfalt zur Normalität wird. Als positives Projekt sehen wir die Junge Islamkonferenz als ein Gremium, das endlich auch Jugendlichen versucht eine Stimme in diesen Debatten zu geben und der Deutschen Islamkonferenz vielleicht auch den einen oder anderen Anstoß gibt.«
Verantwortlich für das Erstellen der Pressemitteilung: Bundespressestelle der Jungen Piraten
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Ich frage mich, wie weit ein Innenminister mit einer solchen islamophoben Einstellung noch tragbar ist – zumal, wenn sein Ministerium dann offenbar auch noch die Bild bei ihrer ausländerfeindlichen Hetze unterstützt: http://www.stern.de/politik/deutschland/muslimstudie-friedrich-hat-oeffentlichkeit-falsch-informiert-1816161.html
Wir wünschen uns, dass die Jungen Piraten es schaffen, davon weg zu kommen, andauernd über Fragen zu diskutieren, die die Meinungsäußerungen und Ängste von Andersdenkenden in Deutschland problematisieren sowie die Andersdenkenden allesamt in eine Schublade stecken, ausgrenzen und bekämpfen (=Meinungsrassismus). Es wird Zeit, mehr die Frage in den Mittelpunkt zu rücken, was die Gesellschaft eigentlich leisten muss, damit gelebte Meinungsvielfalt, Toleranz und konstruktive Diskussionskultur zur Normalität werden.
[…] sie die undisziplinierten Querschläger ihrer Mutterpartei zur Ordnung, dann stellen sie in einem wunderbar abgewogenen, im Ton moderaten Beitrag klar, woran die “Deutsche Islamkonferenz” krankt. Wenn doch nur ein paar von den den […]
Eine der zutreffendsten Analysen und Hintergrundberichte zu dem Treffen! Ein ganz großes Kompliment, dieses Decke weg ziehen haben viele Experten insgesamt nicht zusammengebracht.
Interessant zu lesen, wie Antisemitismus, Sexismus und Homophobie innerhalb der Partei massiv bekämpft werden, während man im Zusammenhang mit dem Islam doch bitte davon wegkommen soll, »andauernd über [diese] Fragen zu diskutieren« und statt dessen die Gesellschaft in der Pflicht sieht.
Desweiteren: Wieso werden hier Kommentare gelöscht und mit welcher Rechtfertigung?
Liebe Redaktion:
Was ihr als Pressemitteilungen im Namen ›der‹ Jungpiraten veröffentlich sind meiner Meinung nach Kommentare die entsprechend gekennzeichnet werden sollten.
Wer im Namen ALLER sprechen will sollte sich deren Zustimmung in ausreichendem Maß versichern. So ganz im kleinen Kreis wie es (nachvollziehbar immerhin) bei euch läuft geht das aber meiner Meinung nach nicht.
Ich frage mich wie lange die Jungen Piraten zum Thema Islam noch dummes Zeug verbreiten wollen? Sie sollten sich erst einmal Informieren, Wissen aneignen und dann über ein solches Thema reden. Es gibt keine Islamophobie, aber sehr wohl eine mehr als berechtigte Islamkritik. Nun gut es mag ja sein, dass man ein Halal Kaufhaus nur für Mohammedaner gut findet, ich nicht, mich erinnert das an Deutsche kaufen nur bei Deutschen. Oder das geplante Islamische Taxiunternehmen mit Geschlechtertrennung und nur für die neuen Herrenmenschen (Mohammedaner) Ungläubige werden nicht mitgenommen. Oder der Rückzug der Mohammedaner vom Interkulturellen Straßenfest in Hagen, weil dort auch Deutsche mit einem Bratwurststand teilnehmen wollten. Ich könnte ein ganzes Buch schreiben mit weiteren Beispielen. Wozu eigentlich eine Islamkonferenz? Wir haben eine demokratische Grundordnung, ein Gesellschafts-, und Rechtssystem. Wer hier leben will kann sich einbringen und eine Bevorzugung für Religionen ist laut GG nicht akzeptabel, ja sogar ausgeschlossen. Wobei der Islam ja keine Religion ist, sondern eine faschistische, menschenverachtende, theokratische Steinzeitideologie mit den Attributen einer kriminellen Vereinigung. Wenn jetzt einer aufheulen will, bin ich gerne bereit, aber nur wenn er den Koran gelesen und begriffen hat, das Selbiger für jeden Mohammedaner über unseren Gesetzen steht und zwar ohne wenn und aber alles andere ist Taquia
schönen Sonntag noch.
[…] jungen Piraten bedauerten in ihrem Blog den Ablauf der diesjährigen Deutschen Islamkonferenz. Darin monierten sie beispielsweise, dass man sich auf der Tagung auf Extremisten versteift hätte, […]
Achtung Achtung Piratenpartei: Bevor ihr euch mit dem Islam befasst, befasst euch lieber zuerst mit der Pi-News Community, weil da sieht man wie sich das ganze entwickeln wird und wie verblendet diese Leute sind z.b wie dieser Horst über mir.
Ich empfehle euch nach Christoph Hörstel auf youtube zu suchen und nach KenFM. Ihr seid die letzte noch glaubwürdige Partei, bitte versagt nicht.
artikel ist zu theoretisch. und genau dieser umstand wird von der knallharten realitaet zurechtgerueckt => salafisten in solingen. hierzu uebrigens hinweis auf ein foto in der welt online, das die »extrem rechte« gesinnung der frau unter dem 3. schild von rechts eindeutig belegt und mir grosse angst bereitet ;=)
http://www.welt.de/politik/deutschland/article106237333/Pro-NRW-will-Muslime-vor-Moscheen-provozieren.html
es wird nur 2 alternativen geben:
– fuer den radikalen islam
– fuer meinungsfreiheit und courage (sarrazin, grass, westergaard, npd, pro-nrw, etc)
zu item 1: ich wage es ja fast nicht, politclowns wie claudia roth, marie louise beck, maria boehmer zu nennen. es ist schon zynisch sondergleichen, stur gegen den waehlerstream zu agieren; als ob der kleine verunsicherte waehler einer analyse nicht maechtig ist.
als sogenannter 69er war ich selbstredend gegen das sogenannte establishment.
als sogenannter gruener gegen das noch vorhandene junkerdenken in den koepfen der politiker wie mappus.
heute erfasst mich die grelle angst wenn die npd keinen starken zulauf bekommen sollte.
oder was gibt es sonst noch fuer alternativen?
in eurem artikel sehe ich eine uebergrosse verzagtheit, den islam mit all seinen alttestamentarischen hirnrissigkeiten klar entgegenzutreten.
insoweit bitte ich euch, mir eure diesbezueglichen vorstellungen, plaene, vorhaben per mail zu uebermitteln.
mfg
jf
einigt euch auf den grundsatz, dass das gg fuer jeden gueltig ist und gewaltaetige auswuechse, egal gleichwelcher couleur oder richtung gemaess dem stgb schnell, effektvoll und ohne angst geahndet werden.
ist immer noch besser, als aufzuschieben. sonst kommt irgendwann wieder irgendsoein »erloeser« und das will wohl keiner von uns.
Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht selber blind machen. Wir müssen Parteiintern in der Lage sein diverse Standpunkte zu der Thematik Integration und Islam darzustellen. Wir dürfen auf keinen Fall Freifahrtscheine verteilen oder Menschen wie Beispielsweise religiösen Fundametalisten und deren Sympathisanten Standbeine geben. Dass es Integrationsprobleme in Deutschland gibt ist nicht bestreitbar, man darf es nicht leugnen. Einen Lösungsweg zu finden ist eine Aufgabe der Politik und wir sollten uns auch parteiintern dieser Problematik annehmen und nicht gleich im Keim jede Diskussion ersticken nur weil sie« von rechts zu kommen scheint«. Integration ist unabdingbar für unser Zusammenleben.
Die Korruptheit der politischen Klasse, die Albernheit des Establishements,die Eurabia Konformisten spielen.Sie spielen mit der Verfassung und dem Volk(Demos).
Freiheit duldet kein theokratisches,anti-demokratische und kulturfremdes Sklavenhalterrecht.Die Welt wird geteilt in Gläubige und Ungläubige. Alles muss kontrolliert werden duch die Umma und sich unterwerfen.»Radikale«,fromme Muslime tuen das was Mohammed tat, Salafisten sind gläubige Musels.
PS: Achtung Frauen: Verschleiert euch,sonst provoziert ihr,Achtung Blonde: Färbt eure Haare,sonst provoziert ihr.Was schon in vielen Teilen Englands,in den Städten in Frankreich, Norwegen und Schweden Wirklichkeit ist.… (kommt wohl bald auch nach Deutschland oder ist schon da).
Es gibt Kulturen die müssen verschwinden.
[…] http://www.junge-piraten.de/2012/04/20/jungen-piraten-bedauern-ablauf-der-diesjahrigen-deutschen-isl… […]
Na ja, ob man mit Ihnen hier eine islamwissenschaftliche Debatte anfängt, nur weil Sie stolz darauf sind das Wort »Tagiya« zu kennen, welches lustigerweise kaum heute ein Otto-normal-Mensch, mit islamischem Hintergrund kennt, weil es nicht zu seinem Alltag gehört, bezweifle ich stark. Denn jemand der so eine pauschalisierte Aussage über eine kulturelle vielfältige Entwicklung wie die »islamische Kultur« macht, kann garnicht prädestiniert sein für so eine Debatte. Also suhlen Sie sich weiterhin in Ihrem »Pseudowissen«, denn interessanterweise sind Sie den »extremistischen Bewegungen« dem Leim gegangen, Sie geben Ihr islamischen Weltbild wieder, nur eben mit negativen Vorzeichen. Ein kleiner Tipp von mir, da Sie so »belesen sind« — lesen Sie mal islamische Denker wie »Ibn Rushd«, »Ibn Arabi«, Al-Ghazali« etc. statt sich in seichten ergüssen von Vogel und co. zu ertrinken…
Grüßi