Unser Leitbild
Ehrliches Engagement von Jugendlichen – das ist es, was die Politik braucht!
Wir, die Jungen Piraten, sind die unabhängige Jugendorganisation der Piratenpartei Deutschland. Wir setzen uns für freie Bildung, Stärkung der Bürger*innen– und Menschenrechte sowie die freie Selbstbestimmung aller Menschen ein. Die Jungen Piraten fördern und unterstützen Jugendliche, die sich politisch engagieren, weiterbilden und weiterentwickeln wollen.
Obwohl wir eng mit der Piratenpartei zusammenarbeiten, sind wir thematisch nicht an diese gebunden und vertreten unsere eigenen Standpunkte auch gegenüber der Partei – insbesondere, wenn unsere Positionen von der ihren abweichen. Wir können die Sichtweise der Piratenpartei auf Themen, die vor allem Jugendliche betreffen, wie zum Beispiel Bildung oder Jugendschutz, mitbestimmen, ohne ein Teil der Piratenpartei zu sein.
Als eigenständiger, eingetragener Verein haben wir die Chance, uns selbst zu organisieren, zu lernen, wie man sinnvoll mit Ressourcen umgeht und konstruktiv an Projekten arbeitet.
Die Jungen Piraten zeichnen sich dadurch aus, dass trotz sehr unterschiedlicher Menschen, die aufeinander treffen, eine ähnliche Denkweise gemeinsam zu gleichen Zielen verbindet.
Selbstverständlich kommt der Spaß bei uns nicht zu kurz: Durch regelmäßige gemeinschaftliche Aktionen wird der Zusammenhalt gestärkt und es werden soziale Kontakte geknüpft und gepflegt.
Das Grundprinzip der Jungen Piraten ist die Toleranz gegenüber Anderen. Es werden alle so angenommen, wie sie sind – mit sämtlichen Ecken und Kanten. Denn wir sind nicht für eine uniforme Gesellschaft, sondern wollen freie, unabhängige, aufgeklärte, tolerante und engagierte Jugendliche fördern und unterstützen. Diese können in uns finden, was sie suchen, und die Jungen Piraten zu dem machen, was sie sind. Wir haben keine Quoten in Bezug auf Herkunft, Religion, sexuelle Orientierung, Geschlecht, Behinderung, Alter oder Beruf. Die Einordnung anhand solcher Merkmale ist ein Grund, dass Ungleichbehandlung entstehen kann.
Da jedoch Diskriminierung allgegenwärtig ist, reicht es nicht, sich eine tolerante Gesellschaft zu wünschen. Wenn wir diskriminierende Handlungen oder Strukturen erkennen, schauen wir nicht weg. Wir stellen uns dem in den Weg und verändern diese inakzeptablen Verhältnisse. Wir kämpfen für eine tolerante Gesellschaft in der alle ihren Platz haben.
Daher unterstützen und nutzen wir Regelungen, die das Ziel verfolgen, Diskriminierung abzubauen und die Gleichstellung von allen Menschen zu fördern, ohne dabei andere Personengruppen zu benachteiligen und/oder die Diskriminierung von anderen Personengruppen zu ermöglichen. Bei uns sind alle willkommen, die Spaß an Politik und Lust haben, etwas zu verändern.
Für uns ist es wichtig, Jugendliche für Politik zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass die Entscheidungen, die getroffen werden, auch ihr eigenes Leben betreffen. Uns ist bewusst, dass wir etwas verändern können und wir setzen uns zum Ziel, aktuellen sowie künftigen Machtmissbrauch zu verhindern.
Bei uns ist es für alle einfach, Fuß zu fassen. Da uns politisches Engagement von Jugendlichen wichtig ist, können alle etwas zum Erfolg und zur Weiterentwicklung der Jungen Piraten beitragen. Frei nach dem Motto: „Du willst etwas ändern? Dann mach es! Du hast eine Idee? Dann setze sie um!“ – denn auch ohne Vorstandsposten kannst Du die Person sein, die alles ändert.
Ein weiterer Punkt, der uns am Herzen liegt, ist die Arbeit an einer aufgeklärten und medienkompetenten Gesellschaft: Aufgeklärte Eltern, die ihren Kindern und neuen Technologien gegenüber offen sind und diese fördern, sowie aufgeklärte Jugendliche, die nicht jedes Detail ihres Lebens unreflektiert in einem sozialen Netzwerk für die Allgemeinheit preisgeben und sich der Möglichkeiten und Gefahren der neuen Medien bewusst sind. Keine Hetzjagden auf Freizeitbeschäftigungen und haltlose Verbotsforderungen selbiger, die zudem jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehren.
Doch möchten wir nicht nur im Internet Präsenz zeigen. Wir wollen als junge Menschen auftreten, die sich bei Themen engagieren, die unsere Generation wirklich bewegen. Seien es Studiengebühren, der zunehmende Überwachungswahn oder Polizeigewalt. Außerdem wollen wir erreichen, dass auch die Jugendlichen und ihre Interessen von unserer Gesellschaft und der Politik ernst genommen und nicht nur müde belächelt werden. Denn wir sind die Zukunft – wir werden das übernehmen, was jetzt aufgebaut wird; unsere Stimme muss gehört werden.
Wir fordern eine Gesellschaft, in der sich alle nach ihren Wünschen und Vorstellungen unabhängig von den Gepflogenheiten anderer Leute frei entfalten können, solange sie dabei diese Möglichkeiten Anderen in gleicher Weise gewähren und ihre Rechte achten. Auf dieser Grundlage sollen alle unsere Handlungen basieren. Bevormundung durch den Staat und seine Organe in Angelegenheiten, die die Freiheit Dritter nicht einschränken, lehnen wir ab. Leider sehen wir aktuell in der Politik eine besorgniserregende Entwicklung weg von dieser Maxime, die es aufzuhalten gilt.
Und genau deswegen nehmen wir nicht alles hin, was uns von den etablierten Parteien diktiert wird. Denn wenn wir etwas sagen, dann meinen wir es auch so – JuPis fühlen sich der Ehrlichkeit und ihrem Gewissen gegenüber verpflichtet. Egal, ob dies durch ein Gesetz gefördert wird oder nicht.
Unser Engagement liegt auch außerhalb der Bereiche, in denen viele andere Jugendorganisationen aktiv sind. Wir sind nicht nur auf diversen Demonstrationen, Messen oder anderen Veranstaltungen vertreten, sondern machen auch vor Themen, die in der Gesellschaft anecken – von Gaming-Kultur bis Drogenpolitik – nicht Halt. Wir sind nicht auf Stimmenfang, wir vertreten unsere Interessen, die Interessen junger Menschen.
Zu unserer Meinung stehen wir und vertreten sie auch dann, wenn der Großteil der Gesellschaft diese nicht teilt. Wir sind stets bemüht, uns weiterzubilden, unseren Horizont zu erweitern und neue Erfahrungen in unsere Weltsicht zu integrieren oder diese entsprechend zu verändern. Denn diese ist nicht in Stein gemeißelt, sondern stets auf dem Prüfstand gegenüber der Realität. Wir hängen keiner Idee an, bloß weil es »schon immer so war«. Gleichzeitig lehnen wir aber auch nichts allein deswegen ab, weil es von Menschen mit ansonsten anders gelagerten Ansichten vorgeschlagen wird.
In einer freien Welt zu leben heißt vor allem auch, Verantwortung für sich selbst und das eigene Handeln zu übernehmen, anstatt diese auf den Staat oder einen anderen Vormund abzuwälzen. Besonders hier wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen und beweisen, dass es weder Androhung von Strafe noch sonstiger Einschränkungen der persönlichen Entfaltungsfreiheit bedarf, um sich gewissenhaft zu verhalten.
Wir denken gerne utopisch, unsere Ziele sind jedoch klar:
So viel Freiheit wie möglich, Chancengleichheit, freies Denken, Freiheit von Zensur, Gleichberechtigung, Datenschutz, Privatsphäre, Transparenz des Staats, Erhalt und Stärkung der Bürger*innen-, Menschen– und Grundrechte und eine Gesellschaft, die eine aufgeweckte und intelligente Jugend möglich macht.